Pastoralverbundfest 25.06.2017


Einheit persönlich und gemeinsam gestalten
Pastoralverbundfest des PV Petrus und Paulus, Freigericht-Hasselroth

„verbunden“, so lautete das Motto des diesjährigen Pastoralverbundsfestes, das die Gemeinden des Pastoralverbundes Petrus und Paulus, Freigericht-Hasselroth am 25. Juni an der Kirche St. Josef in Niedermittlau feierten. Die Botschaft des Festes hieß: Einheit wird nur, wenn wir sie persönlich und gemeinsam gestalten. Dies gilt von der Einheit der Kirchengemeinden, wie sie die strategischen Ziele des Bistums vorsehen ebenso wie von der Einheit der Kirche, wie wir sie in der Ökumene suchen.

Anschaulich stellte Pfarrer Schäfer in seiner Predigt zwei Methoden vor, die zur Einheit führen. Eine einfache und schnelle Methode, bei der die Christen vor Ort nichts tun müssen, gleicht dem Zusammenschütten von Flüssigkeiten verschiedener Farbe. Es entsteht etwas Neues. Aber es ist schwer vorherzusagen, was dabei herauskommt. Welche Farbe setzt sich durch? Entsteht eine neue Farbe? Oder gibt es den großen Knall.
Das Bild für die andere Methode war ein großes Freundschafsband, das aus Seilen verschiedener Farbe geknüpft war und an dem die Besucher im Laufe des Tages weiterknüpfen konnten. „Einheit entsteht, wenn einzelne Christen sich persönlich mit anderen verbinden und so gemeinsam die Einheit gestalten. Das ist mühsamer und fordert mehr von den Menschen. Aber am Ende steht eine Einheit, in der die einzelnen Gemeinden nicht untergegangen sind, sondern in ihrer Originalität sichtbar bleiben“, betonte Pfarrer Schäfer.

Das von PGR-Sprecherin Ulrike Walsch vorbereitete „Spiel ohne Grenzen“ lies die werdende Einheit auf spannende Weise erleben. Die vier teilnehmenden Teams setzten sich zusammen aus Pfarrerin Bettina von Haugwitz von der evangelischen Kirchengemeinde, den Pfarrern Patrick Kasaija, Christoph Rödig und Ulrich Schäfer und jeweils zwei Mitspielern aus deren Gemeinden. In jedem Spieldurchgang erhielten die Teams entsprechend der gelösten Fragen und Aufgaben mehrere Puzzleteile. Am Ende fügten sie die Teile zusammen und veranschaulichten so, dass sie nicht gegeneinander, sondern miteinander für ein gemeinsames Ziel gekämpft hatten. Das neu entstandene Bild zeigte eine Darstellung des himmlischen Jerusalems aus der „Bamberger Apokalypse“. An dieser Stelle danken wir dem Staatsarchiv Bamberg und Herrn Gerald Raab für die Erlaubnis, Bild und Foto für diesen Zweck zu nutzen.

Eine ökumenische Andacht beschloss den Tag und weitete den Blick auf die ökumenische Suche nach der Einheit.

Einen besonderen Beitrag zum Gelingen des Festes leisteten der Musikverein Euterpe, Niedermittlau durch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und das anschließende Platzkonzert, Gustav Ost, der das Programm kurzweilig und geistreich moderierte, Nicole Schäfer vom Pfarrgemeinderat Hasselroth, bei der die Fäden der Organisation zusammenliefen, und die vielen Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen.
Ulrich Schäfer